5 Gründe, warum Ihr Euch mit Digital Experience Design auseinandersetzen solltet

In der zweiten Runde unserer „5 Gründe, warum…“-Kampagne, erzählt Karolin Kraut, Gründerin von Storyyeller Games, weshalb Ihr euch mit Digital Experience Design beschäftigen solltet. Wie immer findet Ihr den Clip auf unserer Startseite und für alle Freund*innen des Schriftlichen gibts Karos 5 Gründe auch hier nochmal zum Nachlesen:

Karo ist Kommunikationsdesignerin und Gründerin von Story Yeller Games. Sie entwickelt interaktive Erzählerlebnisse, wie zum Beispiel digitale Romane und hauptsächlich Computerspiele. Sie nennt uns heute 5 Gründe, weshalb Digital Experience Design für jede*n von uns eine Rolle spielt.

Digital Experience ist das allumfassende Erlebnis, das der User mit einem digitalen Prozess hat. Darunter fällt jeder Berührungspunkt des Users mit einem Unternehmen, mit dem Produkt, der Initiative, einfach allem, was digital interagiert. Finden diese Prozesse willkürlich statt, kann das starke negative Auswirkungen haben. Darum ist es wichtig, Digital Experience bewusst zu designen und darüber hinaus noch weitere Dinge in diesem Kontext zu beachten:

Erstens: Digital Experience Design ist überall

Die Corona-Krise hat der Digitalisierung einen heftigen Stoß verpasst. Für viele Unternehmen war das ein sehr schmerzhafter. Aber so etwas ist auch immer eine Chance. Ob wir nun auf Videokonferenzen zurückgreifen, digitale White Boards vollkritzeln, Gemeinschaftsspiele spielen oder an digitalen Yoga Sessions teilnehmen: Die Benutzung dieser Tools bestimmt das Erscheinungsbild, ob wir wollen oder nicht.

Zweitens: Schlechtes Design kostet Zeit, Geld und User

Und es vertreibt letzten Endes jeden User. Denn jede*r weiß: in weniger als 0,5 Sekunden hat der User eine Meinung über die Website, die App oder das digitale Produkt gebildet, die entscheidet, ob er/sie bleibt oder geht. Wenn keine zeitgemäßen und gut gemachten digitalen Kontaktpunkte geboten werden, verliert man nicht nur das Vertrauen der User. Man möchte, dass der User ein Sympathiegefühl zu der Sache aufbaut.

Drittens: Gutes Experience Design ist unsichtbar

Clever durchgestaltete Erfahrungen sind unsichtbar. Dem User ist nicht bewusst, dass er/sie ein komplex designten Prozess absolviert hat. Es ist einfach und er/sie ist zufrieden. Das Spannende dabei: Viele Designrichtlinien ergeben sich aus den Grundlagen der Computerspielentwicklung, denn das ist nichts anderes als ein interaktives Erlebnis. Spieler*innen müssen zu jedem Zeitpunkt wissen, wo sie sich in dem digitalen Raum befinden und wo sie als nächstes hingehen müssen. „Visuelles Highlighten“ oder „Guiden“ nennt man das. Ebenso das Interface-Design: Die Funktionen müssen einfach erlernbar und anwendbar sein. „Juicing“ nennt man den Prozess, in dem man die Interaktion so gestaltet, dass es sich sogar gut anfühlt beim Benutzen. Das passiert nicht einfach so. Dahinter stecken komplexe Designprozesse, bei denen man am besten erfahrene Designer*innen um Rat fragt. Denn die große Herausforderung bei Computerspielen ist: Die Spieler*innen müssen zu jeder Zeit das Spielerlebnis genießen, denn sonst hören sie einfach auf. Wie man das auf andere Prozesse übertragen kann, beziehungsweise wie man einen trockenen Prozess so gestalten kann, dass ihn der User sogar genießen kann, das geht mit Gamification.

Viertens: Gamification hält die User im Flow

Gamification bringt spieletypische Elemente in spielfremde Prozesse – nicht nur über Erfahrungspunkte, Fortschrittsbalken oder Auszeichnungen. Es ist wichtig, die User in einem Fluss zu halten, denn dieser beeinflusst die Emotionen der Benutzenden. Deshalb sollten immer die Bedürfnisse des Users im Vordergrund stehen und auf keinen Fall die eigenen.

Fünftens: Digitale Erwartungen sind gestiegen

Die Erwartungen an Gestaltung, Erlernbarkeit und Geschwindigkeit von digitalen Anwendungen sind enorm gestiegen. Der sogenannte „Last best experience“-Effekt sorgt dafür, dass der User an das letzte begeisternde Digitalerlebnis anknüpfen will. Gelingt dies nicht, ist er/sie enttäuscht. Darum ist es wichtig, eine klare digitale Experience Vision zu haben. Diese muss bei vielen Content-Kulturen erstmal identifiziert werden.

Website von Storyyeller Games | Storyyeller Games auf Twitter | Storyyeller Games auf Instagram