5 Gründe, warum Ihr Euch mit Digitalen Zwillingen auseinandersetzen solltet

Silas Fuchs arbeitet bei der Northdocks GmbH und ist Experte für digitale Zwillinge und virtuelle Realität. Er legt Euch heute 5 Gründe dar, warum digitale Zwillinge großartige Werkzeuge für die Digitalisierung sind.

Erstens: Digitale Zwillinge optimieren Bestandsanalysen

Mit digitalen Zwillingen kann man eine super Bestandsaufnahme machen. Ich prüfe also: Was für Strukturen habe ich vor Ort? Ich kann ein Stadtviertel oder einen Industriepark oder ein Wohngebiet digital abbilden und mir dann bestimmte Sachen anschauen, Bauschäden zum Beispiel, oder ob irgendwo geschützte Tierarten leben. Durch diese Betrachtung lässt sich eine sehr gute Bestandsaufnahme machen, die sofort für alle verständlich ist.

Zweitens: Digitale Zwillinge sind für jede*n verständlich

Der zweite Grund ist die intuitive Darstellung der Modelle. Ich muss mich nicht in irgendwelche Baupläne einarbeiten oder darin ein*e Expert*in sein.  Die dreidimensionale Darstellung kann ich auch als Laie sofort verstehen, denn sie ist mir auch aus der realen Welt geläufig. Wir betrachten das Ganze also in 3D und orientieren uns in einem 3D-Modell, welches intuitiv ist und in welchem ich mich einfach zurechtfinden kann.

Drittens: Digitale Zwillinge sind ideale Kommunikationsgrundlagen

Der dritte Grund ist, dass ich digitale Zwillinge als Kommunikationsgrundlage nutzen kann: Zum Beispiel zwischen einzelnen Abteilungen in meinem Industriestandort oder mit den Anwohnern in einem Wohngebiet. Digitale Zwillinge eignen sich auch für die Kommunikation nach außen, beispielsweise für die Öffentlichkeitsarbeit, um ein Projekt zu beschreiben, zu bewerben oder einfach komplizierte Sachverhalte für die Öffentlichkeit sichtbar und deutlich zu machen.

Viertens: Digitale Zwillinge vereinen alle erdenklichen Informationen

Wenn ich jetzt das 3D-Modell habe, komme ich schon zu Punkt 4, nämlich, dass ich in den digitalen Zwilling unterschiedliche Datenebenen reinziehen kann. Ich kann Straßendaten verwenden, Geoinformationssystemdaten einbeziehen oder ich kann CAD-Daten, also im Prinzip Bauzeichnungen, verwenden. Auch Echtzeitsimulationen lassen sich mit einpflegen, wie Überflutungen durch Kameradaten zum Beispiel, von Dash-Cams von Fahrzeugen. Es sind eigentlich alle Daten möglich, sofern das Datenformat offen ist. Dadurch kann ich jegliche Informationen, die in einem Gebiet auflaufen, in diesem einen 3D-Modell bündeln, anzeigen lassen und strukturieren.

Fünftens: Digitale Zwillinge sind interaktiv und erweiterbar

Der fünfte und letzte Grund für einen digitalen Zwilling ist die Interaktivität, die die/der Nutzer*in hat.

Ich kann mich zum Beispiel mit einem Gamepad oder mit einer Tastatur durch den digitalen Zwilling durchbewegen, einzelne Datenebenen ein- und ausblenden oder Gebäude anzeigen lassen. Es ist möglich, dass ich mir die ganzen Datenstrukturen interaktiv anschauen kann.

Ebenfalls lassen sich die digitalen Zwillinge um weitere Komponenten erweitern, zum Beispiel in Virtual Reality durch die Modelle gehen oder über Augmented Reality das ganze wieder in die reale Welt zurückholen und habe so eine sehr gute Grundlage für weitere Verwertungen des Modells.