5 Gründe, warum Ihr Euch mit Extended Reality (XR) auseinandersetzen solltet

In der sechsten Runde unserer „5 Gründe, warum…“-Kampagne berichtet Dennis Reinmüller Euch, weshalb es sich lohnt, sich mit Extended Reality (kurz: XR) zu beschäftigen. Dennis arbeitet beim Digital Reality Studio „Doppel Real“ in Kiel und vermittelt dort sein VR- sowie XR- Knowhow an Institutionen, Macher*innen oder Student*innen. Seid gespannt auf seine 5 Gründe, warum XR das neue Medium des 21. Jahrhunderts werden kann.

 

Erstens: XR ist ein neues Medium

XR ist neu, aber nicht zu neu. Das Tolle dabei ist, dass es ein ganz neues Medium ist, sodass all die Regeln, die Medien reinkommen, wir gemeinsam entwickeln und zusammen erörtern können.

„Zu neu“ bedeutet, dass es auch eine Geschichte hat und zwar in der Videospielindustrie, die es ja schon seit 40 Jahren gibt. Die Tools, die die Videospielindustrie entwickelt, können wir jetzt als XR-Macher*innen benutzen, um dieses neue Medium voranzutreiben.

Zweitens: XR benutzt den Körper als Controller

XR als Medium gibt uns die Chance, den Körper des Individuums als Controller zu benutzen. In Virtual oder in Augmented Reality benutzen wir unsere Hände und Blickrichtungen als Input für unsere digitalen Welten und um darin zu navigieren. Es geht dabei vor allem um einen individuellen und keinen Standardkörper, dem wir im 20. Jahrhundert noch hinterhergerannt sind. Es können so alle mit dem Medium angesprochen und aktiviert werden. Denn genau diese Macher*innen brauchen wir auch, um zu wissen, wie genau unser neues Medium aussehen soll, damit jede*r daran teilhaben kann. Also XR aktiviert den Körper als Controller hervorragend.

Drittens: XR braucht Communities

Da das Medium noch neu ist, gibt es viele Akteur*innen, die innerhalb von XR eine Rolle einnehmen können: Psycholog*innen, Computerwissenschaftler*innen, aber auch Theatermacher*innen und Wissenschaftler*innen oder visuelle Künstler*innen. Alle haben jetzt in diesem neuen Medium ein Sagen, weil ihre Perspektiven zählen, um für dieses neue Medium Regeln aufzustellen. Ab jetzt geht es darum, gemeinschaftlich zusammen ein Medium zu bauen, das auch für alle passt.

Viertens: Mit XR lässt sich von überall aus arbeiten

Nicht nur in Zeiten der Pandemie lässt sich hervorragend von zuhause arbeiten. Auch danach wird remote Arbeiten immer noch von Relevanz sein. Das ist toll und es braucht vor allen Dingen auch keine 2000€-Arbeitsmaschine mehr. In XR lässt sich vieles vom Laptop erledigen. Man sagt: So weit, wie Euch Euer Gaming-Laptop-Ladekabel reicht, so weit von zuhause könnt Ihr arbeiten, um in der XR-Industrie in einer internationalen Szene mitzumachen. Das heißt also sogar in einer globalen Szene, die über Kiel sowie über Schleswig-Holstein hinausgeht gehen könnte.

Fünftens: XR bringt Spaß!

Ob zuhause oder zusammen in Gemeinschaften – ein neues Medium kennenzulernen an sich, aber vor allem das gemeinsame Entdecken von Sachen, die es dort schon gibt, bringt Spaß. Beispielsweise in Spielen oder auch bei psychologische Recherchen darüber, wie häusliche Gewalt durch die Hilfe von VR-Therapie vermindert werden kann. Solche wichtigen Punkte können in Gemeinschaften zusammen angegangen werden.  Um ein neues Medium zu entdecken, hilft es so offen wie möglich zu sein, so viel wie möglich zu entdecken und dabei Spaß zu haben.