Digital Sightseeing – Part 2: Maritime Innovationen

DIGITAL SIGHTSEEING – Maritime Innovationen

Weiter geht es auf unserer digitalen Sightseeing-Tour durch die Landeshauptstadt Kiel. Diesmal dreht sich alles um maritime Innovationen an unserem Wirtschaftsstandort.

Weltweit bedeckt das Meer 71% der Erdoberfläche. Folglich stellt es neben einem Lebensraum für Mensch und Tier auch ein erhebliches Wirtschaftspotenzial dar. Die Maritime Wirtschaft am hiesigen Standort ist daher bestrebt darin, diesen wichtigen Zweig durch Innovationen und Synergien mit der maritimen Forschung voranzutreiben. Gleichzeitig unterstützt Kiel den Klima- sowie Meeresschutz. Folglich ist es ein Anliegen, maritime Produkte und Dienstleistungen zur Schonung der Umwelt zu entwickeln.

 

TransMarTech SH

Genau ein solches Ziel verfolgt das TransMarTech Schleswig-Holstein. Durch Technologietransfer und interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert das Innovationszentrum – auch TMT abgekürzt – die Weiterentwicklung von maritimen Produkten und technologischen Lösungen. Die Schwerpunkte und Angebote des TMT sind dabei vielfältig:

Am Seefischmarkt verortet befindet sich das DOCK als Ort für Austausch, Diskussion oder Events. Auch als Co-Working Space kann das TMT genutzt werden, indem dort modulare Arbeitsplätze bereitgestellt werden und eine angenehme Arbeitsatmosphäre vor Ort herrscht, wodurch analoge sowie digitale Zusammenarbeit ermöglicht wird. Zusätzlich begünstigen digitale und kollaborative Plattformen neben lokaler und regionaler Zusammenarbeit auch einen globalen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Das TMT versteht sich außerdem als Hub – also als ein Netzwerk zwischen verschiedenen Stakeholdern aus Wissenschaft, Wirtschaft und anderen lokalen Institutionen. Ebenfalls kann das TMT als Inkubator gesehen werden, da durch die Unterstützung von Expert*innen Projektideen in Workshop- sowie Eventsformaten methodisch und umsetzungsorientiert durchgeführt werden können. Auf einer Werkstattfläche von 140qm können sogar aktiv Prototypen durch Unterstützung des FabLabs und MakerCubes sowie mithilfe weiterer Infrastrukturen aus umliegenden Hochschulen entwickelt werden. Beide Spots haben wir bereits im ersten Part unseres Digital Sightseeings vorgestellt.

 

CAPTN

Spezialisiert auf zukunftsfähige autonome Mobilität auf dem Wasser, wurde die Initiative CAPTN von der CAU und den Wissenschaftspartnern FH Kiel, Muthesius Kunsthochschule und der Wissenschaftszentrum Kiel GmbH ins Leben gerufen. CAPTN steht dabei für „Clean Autonomous Public Transport Network“.

Unterschiedliche Projekte der CAPTN Initiative verfolgen dabei das Ziel, als ein Zusammenschluss aus Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nachhaltige Innovationen im Hinblick einer integrierten Mobilitätskette von autonomen und sauberen Verkehrsmöglichkeiten für den öffentlichen Personennahverkehr zu entwickeln. Eine autonome Fortbewegungsweise meint dabei vor allem eine vernetzte und inter- sowie multimodale Mobilität. Bei dieser sollen bisherige Verkehrsmittel zu Wasser und zu Land nicht mehr nur isoliert für sich gedacht und angeboten, sondern entlang von Mobilitätsketten organisiert und durchgeführt werden. Durch eine integrierte und umfassende Herangehensweise könnten so jegliche zur Verfügung stehende Verkehrsangebote miteinander verknüpft und für die Endverbraucher*innen leichter zugänglich gemacht werden.

 

PORT OF KIEL

Nachhaltigkeit und Digitalisierung gehen beim PORT OF KIEL Hand in Hand. Mehr als sieben Millionen Tonnen Güter werden jährlich im Kieler Hafen umgeschlagen. Tausende von Lagerplätzen, Freilager und Hallenflächen, werden dabei verwaltet. Per Bahn und Lkw treffen täglich Güter ein, Komplett- oder Teilladungen werden abgeholt – teilweise im zeitkritischen Just-in-Time-Verkehr.

Um diese Mengen möglichst effizient zu bearbeiten, hat die IT-Abteilung des PORT OF KIEL das innovative Paper Shed Information System (PASIS) entwickelt, das alle logistischen Prozesse auf dem Terminal plant und steuert. Über Schnittstellen kommuniziert das System mit den Transport- und Lagerprogrammen der Reedereien, sodass alle Informationen zur Organisation der Terminalabläufe verfügbar sind. PASIS steuert die Bereitstellung der Ware, weist Laderampen zu und erfasst den Status der jeweiligen Verladung in Echtzeit.

Hinter der neu gestalteten Einfahrt in den Ostuferhafen verbirgt sich ein weiteres IT-System, das Automated Gate Information and Operation System (AGIOS). Bereits auf dem Hafenvorfeld werden alle Exportfahrzeuge systemisch registriert. Sobald eine Ladungseinheit dann auf das Terminal einfahren soll, erhält der Lkw-Fahrer eine SMS und die Durchfahrt wird freigeschaltet. Bei der Anfahrt auf das Gate wird das Kennzeichen eingelesen und mit den vorliegenden Buchungsdaten abgeglichen.

 

Kontaktdaten:

 

TMT – TransMarTech SH GmbH

Wischhofstr. 1-3, Gebäude 1, Eingang an der Wasserseite, 24148 Kiel

Website: www.transmartech.sh

E-Mail: info@transmartech.sh

LinkedIn: https://de.linkedin.com/company/transmartech-sh

Twitter: https://twitter.com/transmartech/

Crew: Nele Dageförde (Geschäftsführerin), Marius Hölter (Projekt- und Technologiemanager) und Julia Plath (Projekt- und Marketingmanagerin)

 

CAPTN

Website: www.captn.sh

E-Mail: info@captn.sh

Wiebke Müller-Lupp | Wissenschaftszentrum Kiel GmbH

+49 431 2008 66-20 | Fraunhoferstraße 13 | 24118 Kiel

Karsten Pankratz | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel | Technologietransfer

+49 431 880 4605 | Koboldstraße 4 | 24118 Kiel

 

PORT OF KIEL

SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG

Lars Gummels, Abteilungsleiter IT

Schwedenkai 1, 24103 Kiel

E-Mail: info@portofkiel.com 

 

[(Foto-) Quellen: TMT, CAPTN/ WiZe, Muthesius, PORT OF KIEL/ Tom Körber]