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#diwokiel – Tania unterwegs: Dienstag (2 – Recap)

Guten Abend 🙂 Das war heute vielleicht ein Wetter. Aber es heißt in Kiel ja so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Ganz die richtige hatte ich zwar heute nicht an, der Regen hält mich allerdings trotzdem nicht davon ab, für euch die #diwokiel zu erkunden. Jetzt will auch nicht länger jammern, sondern endlich zu meinem heutigen Erlebnisbericht kommen:

Social Engineering – Hacker sind nicht menschenscheu

Oliver Müller im Veranstaltungszelt des Camp 24/7

Dieser Vortrag hat tatsächlich voll meine Erwartungen erfüllt. Oliver Müller von SPI hat äußerst anschaulich, humorvoll und wirklich lebendig gezeigt, wie einfach Hacker über andere Menschen an teils sensible Daten kommen können. Den Trick mit dem infizierten USB Stick, der geschickt platziert wird, kannte ich tatsächlich schon. Dennoch bin ich jedesmal erstaunt und ehrlich gesagt auch geschockt, dass es so einfach funktioniert. Aber es gibt sogar noch simplere Methoden! Überrascht hat mich auch, wie angreifbar uns soziale Netzwerke machen – und das beschränkt sich nicht nur auf Facebook, Instagram und Co.! Allzu schnell heißt es einfach „und schon ist das Kind in den Brunnen gefallen“. Dieser Vortrag hat sich wirklich gelohnt und falls ihr jetzt neugierig geworden seit und gerne wüsstet, wie man sich gegen Hackerangriffe dieser Art am besten schützen kann, habt ihr Glück. Oliver Müller hält seinen Vortrag nämlich nochmal, am Donnerstag um 11 Uhr im Camp 24/7.

Digital Ocean 2018

Prof. Dr. Thomas Slawig, der Speaker des zweiten Vortrags der Reihe Digital Ocean

Danach ging es für mich zur Seeburg und den drei Vorträgen im Rahmen des Digital Ocean 2018. Alle drei Panels richteten sich an Studierende, Lehrende und Wissenschaftler und damit eigentlich an Fachleute. Ich als Laie im Bereich der Meeresforschung habe nicht alles zur Gänze verstanden. Trotzdem waren die Inhalte so aufbereitet, dass auch ich grundsätzlich gut folgen konnte. So habe ich einen kleinen Einblick in die Welt der Meereswissenschaften erhalten. Die Veranstaltung war gut besucht und die Diskussionen lebhaft. Für Fachleute war es sicherlich eine äußert interessante und lohnenswerte Veranstaltungen, die es hoffentlich nächstes Jahr mit neuen Erkenntnissen wieder gibt.

 

 

Sicherheitsstrategien im digitalen Alltag – Beispiel Internet

Tom Janneck und Christian Krause im Konferenzsaal des Landeshauses

Durch den Regen ging es dann für mich zum Landeshaus. Dort habe ich die gemeinsamen Veranstaltungen von der Verbraucherzentrale und dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz besucht. Heute morgen hatte ich geschrieben, dass ich nicht unbedingt wissen will, welchen Gefahren ich mich täglich aussetze. Jetzt bin ich allerdings froh, bei dieser Veranstaltung gewesen zu sein. Tom Janneck und Christian Krause hatten zwei Vorträge vorbereitet, die sie kombiniert haben. Es gab nicht nur immer wieder einen Sprecherwechsel, sondern auch einen Wechsel der Präsentation. Das war keinesfalls störend, sondern hat hat den anschaulichen Vortrag noch lebhafter gestaltet. Ich wusste tatsächlich nur wenig von dem, was erzählt wurde und vieles finde ich nicht besonders angenehm. Wusstet ihr, dass unser nicht nur unsere Handlungen im Internet getrackt werden können, sondern richtige Fingerabdrücke unserer Computer erstellt werden? Christian Krause hat gezeigt, wie man die Anfälligkeit seines Rechners dafür auf panopticlick.eff.org testen kann. Es gab noch viele weitere Tipps, wie man die eigenen Internetaktivitäten besser schützen kann, aber auch um E-Mail und Kurznachrichtendienste ging es. So weiß ich jetzt, dass WhatsApp zwar unsere Nachrichten nicht lesen kann, dafür all die Informationen speichert, die wir Nutzer*innen wahrscheinlich gerne über den einen oder anderen Kontakt hätten. Wie oft und wie lange schauen sie welches Profilbild an zum Beispiel….

Unfair AI – Sind Maschinen wirklich besser als wir?

Vom Landeshaus bis zur Alten Post am Stresemannplatz war es heute meine weiteste und nasseste Strecke. Der Weg hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Viel neues über das nicht ganz so faire Verhalten von künstlicher Intelligenz habe bei dem Vortrag von Michael Martens (Fairlanguage) nicht gelernt. Trotzdem war es sehr interessant, die Details zu hören, die allzu leicht in Vergessenheit geraten. Die Diskussion mit den Zuschauern war ebenfalls äußerst interessant und hat mir neue Ideen und Gedanken im Bezug auf gendergerechte Sprache aufgezeigt. Besonders fasziniert hat mich dann noch der Prototyp eines Autokorrektur Tools, welches Begriffe in einem Text erkennen kann, die nicht gendergerecht sind. Trotz des herbstlichen Wetters hat sich der Besuch in der Alten Post auf jeden Fall gelohnt. Michael Martens ist ein äußerst sympathischer Mensch, der lebhaft und amüsant vorträgt, so dass man – frau – und überhaupt jede*r ihm wirklich gut zuhören kann.

Michael Martens von fairlanguage

Damit war es das für heute von mir! Solltet ihr aber noch nicht genug haben von der Digitalen Woche Kiel 2018 schaut doch mal auf  unseren Social Media Kanälen vorbei: auf Instagram, Twitter und Facebook sind wir für euch unterwegs!