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#diwokiel – Tania unterwegs: Mittwoch (2-Recap)

Heute war das Kieler Wetter zum Glück wieder etwas gnädiger. Allerdings habe ich heute mit „nur“ drei Veranstaltungen auf meinem Programm weniger Zeit draußen verbracht als gestern.

Software-Challenge Germany – ein Programmier-Crash-Kurs für Einsteiger*innen

Das NDR Team hat einen der potenziellen Informatiker als Kameramann abgeworben

Mein Tag begann im Institut für Informatik der CAU bei einem Programmier-Crash-Kurs. Allerdings ging es weniger darum, dass Programmieren zu lernen, auch wenn einige Grundfunktionen der Programmiersprache Java gezeigt wurden. Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler, mit dem Ziel ihnen die Software-Challenge Germany näher zu bringen. Viele der anwesenden Schüler und Schülerinnen hatten bereits Erfahrung im Programmieren. Zum Glück war ich trotzdem nicht die einzige, die bis zu diesem Event noch keine Zeile Programmcode geschrieben hat.

Bevor ich noch weiter von der Veranstaltung berichte, möchte ich kurz die Software-Challenge Germany erklären: Teilnehmer*innen der Challenge entwickeln einen selbst programmierten Computerspieler. Die verschiedenen Computerspieler der Teams treten dann in einem Wettkampf in spielerischer Form gegeneinander an. Bei diesem Spiel handelte es sich bisher um Brettspiele, in diesem Jahr wird die Eigenkreation „Piranhas“ gespielt. Ein Grundgerüst, bzw. ein nicht besonders guter Spieler ist bereits vorhanden. Auf diesem Programmiercode bauen die Teams dann auf, entwickeln Strategien und implementieren diese in ihre Spieler. Genau das konnten auch wir heute Morgen angehen. Obwohl es eine Einführung in die Programmiersprache gab, war ich sehr froh, einen programmier-erfahrenen Schüler neben mir zu haben. Er hat es geschafft, dass ein Spiel mit unserem künstlichen Spieler möglich war und wir sogar einige der Wettkämpfe am Ende der Veranstaltung für uns entscheiden konnten.

Ich werde wahrscheinlich nicht mehr zu einer passionierten Programmiererin. Es fehlt mir an Geduld, Codezeile für Codezeile zu schreiben und immer wieder zu testen und zu ändern, bis es funktioniert, wie ich möchte. Vielleicht wäre das anders gewesen, wenn ich in meiner Schulzeit durch eine Aktion wie die Software-Challenge Germany motiviert worden wäre. Die heutige Veranstaltung hat auf jeden Fall ihr Ziel erreicht, denn einige der Schüler*innen planen nun, ein Team zu bilden und in diesem Jahr noch teilzunehmen. Falls ihr noch zur Schule geht oder Schülerinnen und Schüler kennt, die sich ebenfalls für das Programmieren begeistern, kann ich euch sagen, dass die Anmeldephase noch läuft! Vielleicht als zusätzliche Motivation: Unter den Teilnehmer*innen der Challenge werden Stipendien für ein Informatik Studium vergeben und nicht wenige der bisherigen Gewinner*innen sind heute sehr erfolgreich im Bereich Informatik unterwegs.

Der NDR war heute ebenfalls vor Ort, falls ihr neugierig geworden seid, könnt ihr euch deren Beitrag am Freitag, 14.09., um 19.30 Uhr im Schleswig-Holstein Magazin ansehen.

Freiheit braucht Wahrheit

Nachdem ich den Vormittag am Computer verbracht habe, ging es am Nachmittag in den Anscharpark zu der Ausstellung von Kommunikationsdesign Studierenden der Muthesius Kunsthochschule. Es war ein bisschen einsam im ehemaligen Krankenhaus, ich war alleine in dem alten Gebäude unterwegs. Ehrlich gesagt, habe ich mit etwas mehr Arbeiten gerechnet, die vorhandenen fand ich allerdings sehr durchdacht und wirklich gelungen. Die Arbeiten zum Thema ‚Reporter ohne Grenzen‘ haben mir sehr gut gefallen. Die teils simplen und reduzierten Plakate bringen die kritischen Aspekte des Berufes auf den Punkt. Die Arbeiten zum Thema ‚Alternative Facts‘ empfand ich als gelungen provokant, die Werke zum Thema ‚Die Freiheit, frei zu sein‘ sehr passend zur heutigen Zeit.

Was heißt eigentlich Digitalisierung? Facetten und Anforderungen von Digitalisierung und Digitalität in Schule, Hochschule, Wirtschaft und Kultur

Meine letzte heutige Veranstaltung ist eines meiner thematischen Highlights. Ich hätte mir für die wirklich interessanten Diskussionsteilnehmer*innen noch deutlich mehr Besucher gewünscht. Die sechs diskutierenden Fachleute vorne haben die verschiedensten Bereiche der Digitalisierung beleuchtet. Die Diskussion zwischen Bühne und Publikum wurde mit der Zeit angeregter und tauchte erstaunlich tief in die unterschiedlichsten Bereiche ein. Die titelgebende Frage, was Digitalisierung eigentlich bedeute, konnte letztendlich nicht beantwortet werden. Dennoch wurden so viele Aspekte beleuchtet, dass selbst eine Zusammenfassung hier den Rahmen sprengen würde. Ich weiß nicht, ob ihr Digitalisierung abschließend definieren könntet. Falls nicht, könnt ihr euch auch diese Veranstaltung noch einmal ansehen: in der Mediathek des OKSH.

 

So weit von mir am heutigen Abend. Morgen nehme ich euch dann in den Instagram Storys auf dem Kanal der Digitalen Woche Kiel mit. Ich freu mich, wenn ihr mir auch da folgt!