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#diwokiel – Tania unterwegs: Montag (2 – Recap)

Guten Abend! Nun geht mein erster Tag auf der #diwokiel zu Ende und ich habe schon sehr viele Eindrücke gewonnen. Falls ihr also noch eine kleine Abendlektüre braucht, lest noch ein wenig weiter. Ich werde im Folgenden kurz meinen Tag und die heute von mir besuchten Veranstaltungen rekapitulieren.

Keine Chance für keine Nerds? Digitalisierung braucht anderes Denken

Gleich meine erste Veranstaltung hat mich überrascht! Denn der Titel hat mich etwas anderes erwarten lassen, als es nun tatsächlich Inhalt des Workshops war – allerdings keinesfalls in einem negativen Sinne! Nach meinem Empfinden hat sich der Workshop mehr um den zweiten Teil des Titels gedreht, um das andere Denken. Peter Schottes von der Eisenschmidt Consulting Crew GmbH hat in dieser Veranstaltung den Kreativprozess „Design Thinking“ vorgestellt. An dieser Stelle muss ich kurz erwähnen, wie gut mir Peter Schottes als Leiter des Workshops gefallen hat. Ich kannte ihn bereits vorher, fand ihn immer sehr sympathisch und locker und genau so ist er auch während der Veranstaltung aufgetreten. Ich habe gemerkt, das er wirklich begeistert von diesem Thema ist und entsprechend angenehm war es auch, ihm während des Vortragteils zu zuhören.

Danach ging es für uns Teilnehmer*innen dann daran, Design Thinking anhand eines vorher überlegten Problems auszuprobieren. Design Thinking besteht aus 6 einzelnen Schritten, die nur nacheinander bearbeitet werden dürfen: Verstehen, Beobachten, Sichtweise, Ideenfindung, Prototyping und Verfeinerung. Das ganze Modell hier ausführlich zu erklären würde zu weit führen, falls ihr aber neugierig geworden seid, kommentiert gerne!

Es war wirklich interessant, diesen Prozess zu durchlaufen. Wir haben zwar nicht DIE neuen Lösungen entwickelt, dafür sind zwei Stunden auch zu wenig. Wir konnten aber definitiv kreative und originelle Ideen entwickeln! Außerdem war es interessant, zu merken, wie man immer wieder in alte Denkmuster verfällt. Es war eine spannende Erfahrung und vielleicht komme ich ja bald dazu, diesen Kreativprozess anzuwenden.

Smart Home – Was hat der Verbraucher davon?

Ich bin auch nach diesem Vortrag ziemlich sicher, dass ich mir keine Alexa oder irgendeinen ihrer Verwandten kaufen werde. Zum einen ist meine Wohnung so klein, dass es fast reicht, sich vom Sofa auszustrecken, um das Licht im Bad auszumachen (naja, aufstehen muss ich doch noch). Und zum anderen war auch hier der Inhalt etwas anders, als ich im Vorfeld des Events vermutet hatte. Dipl. Ing. Ingo Sell von der Verbraucherzentrale hat Smart Home Technik vorgestellt. Allerdings ging es hier viel um die Art Technik, mit der man zum Beispiel Heizungen kontrolliert oder die sich als Haustürschlüssel nutzen lässt. Hier habe ich heute neue Anwendungsmöglichkeiten kennengelernt, überhaupt mehr über die Funktionsweise von SmartHome Geräten erfahren. Außerdem sind mir neue Gefahren bewusst geworden. Es war ein interessanter Vortrag, der ein noch größeres Publikum verdient hätt. Dennoch gab es nach der Präsentation eine lebhafte, spannende Diskussion unter den Besucher*innen. Ich bin nun gespannt, wie sich die Technik weiter entwickelt – bis ich irgendwann mal selbst ein Haus besitze, das eventuell etwas smarter werden soll.

Was ist echt in sozialen Medien?

Dann komme ich jetzt auch schon zu meiner letzten Veranstaltung des Montags der #diwokiel, von der ich mehr oder weniger gerade erst nach Hause gekommen bin: Abgeschlossen habe ich meinen ersten Abend mit der Podiumsdiskussion von ultralativ, Klengan, Johanna von Mint und Meer und Prof. Dr. Markus Kuhn vom Institut NDL/Medien der CAU Kiel zum Thema Schein und Sein in (sozialen) Medien. Aber es wurde noch viel mehr als nur das besprochen. Lasse Petersdotter hat die Moderation übernommen und viele interessante Fragen gestellt, die sich nicht rein auf Authenzität oder eben einen Mangel derselbigen in den sozialen Medien bezogen. Hier fand ich es spannend und auch durchaus mutig, dass die Social Media Akteure der Runde sehr offen über ihre Arbeit geredet haben, und wie bewusst sie sich waren, immer nur einen Auschnitt ihrer Welt zu zeigen. Sie wählen diesen natürlich bewusst, denn letztendlich habe man eine Rolle bzw. man suche sich eine Rolle aus und füllt diese dann dementsprechend. Durch das Publikum kam die Runde dann noch auf die Verantwortung die man als ‚Influencer‘ gegenüber seinen Followern so habe. Letztendlich kristallisierte sich ein Konsens in der Runde heraus: 100% authentisch kann niemand in den sozialen Medien sein. Ich finde es gut, dass sich diese Menschen ihrer Verantwortung bewusst sind und ihren Einfluss auch nutzen, um anderen Menschen wiederum an ihre Verantwortung zu erinnern versuchen. Das Thema Authentizität ist im Laufe der Zeit ein wenig in den Hintergrund gerutscht, was ich aber überhaupt nicht schlimm fand. Auf der Bühne wirkten die YouTuber und auch die Bloggerin sehr sympathisch und authentisch. Um den gesamten Inhalt wiederzugeben, ist hier aber leider kein Platz. Falls euch die ganze Diskussion interessiert, schaut doch mal auf unserer Facebook-Seite vorbei, dort findet ihr den Livestream.

Für mich war es das jetzt, ich mache mir einen gemütlichen Abend auf der Couch. Vielleicht schau ich nochmal ein bisschen auf YouTube vorbei…ich bin heute ein wenig neugierig geworden. 😉

Bis morgen auf der Digitalen Woche Kiel!