Liz unterwegs auf der #diwokiel21 – Dienstag

Hej #diwokiel21 – Community,

ich starte in den Dienstag mit einer Menge Cat Content und Social Media Wissen. Genaugenommen bin ich zunächst im diwokiel-Streaming Zelt und höre Sarah Stolten und Adrienne Becker von der Digitalagentur Webnetz aus Lüneburg zu. Die beiden erzählen in ihrem Talk „Ein Hoch auf Social Media“, welche Chancen und Potenziale unterschiedliche Social-Media-Kanäle für Unternehmen bieten. Ein besonderer Augenmerk liegt auf Zielgruppen und der Erstellung von Personas. Personas sollen repräsentative Nutzer*innen von Produkten oder Dienstleistungen darstellen. Personas werden dabei nicht nur in Altersgruppen geclustert, sondern anhand von Interessen, Bedürfnissen, Gewohnheiten oder auch Ängsten näher beschrieben. So kann ein tieferes Verständnis über die eigene Zielgruppe generiert und folglich die Kommunikationsstrategie darauf ausgelegt werden. Die Expertinnen für Online-Marketing unterhalten das Publikum inklusive Regie-Team sehr. Nicht nur amüsiert mich der Cat Content – auch die interaktiven Aufgaben machen die 90 Minuten Vortrag sehr locker und eingängig. Obwohl ich bereits einige Themen aus meinem Studium kenne, freue ich mich über die vielen Praxistipps, von denen ich bestimmt einige zukünftig selbst anwenden kann.

Währenddessen läuft die Konferenz Arbeiten 4.0, welche die KiWi gemeinsam mit dem Unternehmensverband UV Kiel organisiert. Ich lausche via kiel.live etwas verspätet aber pünktlich zum Recap: Die Pandemie hat uns mehr oder weniger in die Thematik reingeschmissen mit der Folge, dass sich deutlich mehr Menschen und Unternehmen mit neuen Formen von Arbeit auseinandersetzen. Dies zeigt sich auch in der Konferenz: Die Speaker*innen sowie Gäste im Publikum können sich auf einer qualitativen Ebene austauschen. Meine Kollegin Dr. Barbara Weig, die die Konferenz gemeinsam mit dem UV Kiel inhaltlich sowie organisatorisch vorbereitet hat, erzählt mir hinterher zudem, dass die Diskussion um New Work nun mehr auf bereits gemachten Erfahrungen basiert und ein qualitativer Austausch von Pro- und Con-Seite vorherrscht. Ich nehme mit, dass New Work nicht á la „One Size fits all“ funktioniert, sondern es wichtig ist, dass neue Konzepte zum Unternehmen und vor allem zu den dort arbeitenden Menschen passen. Denn gerade der Mensch muss im Fokus von solchen Transformationsprozessen stehen. Wichtig ist es, gemeinsam etwas zu schaffen, verschiedene Akteur*innen frühzeitig einzubinden sowie intensiv zu kommunizieren und sich auszutauschen.

Im Verlauf des Nachmittages schlendere ich etwas herum, führe Small Talk mit Teammitglieder und Volunteers und genieße ein paar Sonnenstrahlen, bis es dann losgeht mit der Verleihung des Digitalisierungspreises „Best of DIGITALES.SH 2021“. Digitalisierungsminister Jan Phillipp Albrecht vergibt die Preise für die drei besten Entwicklungen und Ideen „made in SH“. Platz 1 geht an north.io GmbH, die ein Munitionskataster „AmuCad“ entwickelt haben, mithilfe dessen die Munitionsaltlasten in Meeren und Ozeanen bewertet und überwacht werden. Platz 2 belegt das Team der timebook GmbH & Co. KG, die eine App entwickelt haben, die Organizer, Messengerdienst sowie Reservierung- und Buchungstool in einer Anwendung vereint. Der dritte Platz geht an den Maripädis Medienkoffer. Das Team hat ein analoges Bildungsangebot in Form eines Koffers entwickelt, mit dem die Medienkompetenz von Senior*innen in stationären sowie ambulanten Pflegeeinrichtungen unterstützt werden soll.

Zum Abend startet dann mein Highlight-Event des Tages „Influencer*innen und Politik“. Die Gäste sind: Dr. Bendix Hügelmann, Berater für Parteien, Verbände und Unternehmen zu Fragen digitaler Strategie, Kommunikation und Kampagnenführung und Wolfgang M. Schmitt, Autor und YouTuber unter anderem zum Thema Widersprüche in der Influencer-Welt oder Filmanalyse. Der Saal ist komplett belegt. Mir fällt auf, dass vor allem jüngere Gäste im Publikum sind. Moderiert durch die Journalistin Anina Pommerenke unterhalten sich die Experten u.a. über die Rolle von Influencer*innen in der politischen Kommunikation und über die Frage, inwieweit die Demokratie hierbei gefährdet werden kann. Das Panel ist sehr lehrreich und ich nehme mir vor, die Online-Auftritte der Spitzenkandidat*innen zur Bundestagswahl nochmal konkret anzuschauen.

Nach einem gemeinsamen Ausklang mit den Speakern im diwokiel-Pavillon geht es schließlich mit vielen Eindrücken nach Hause. Morgen geht’s natürlich weiter mit #lizunterwegs.

Eure Liz