Liz unterwegs auf der #diwokiel21 – Mittwoch

Hejho liebe #diwokiel – Community,

Halbzeit zur Digitalen Woche Kiel 2021. Nach einem regnerischen Anfahrtsweg (Ihr kennt das Kieler Grau in Grau 😉 ) geht’s für #lizunterwegs direkt zum Workshop „HOMEOFFICE EATS CORPORATE CULTURE“. Diesen Workshop habe ich mir bewusst ausgesucht, da ich seit Studium und Jobeinstieg mehr oder weniger selbst zwei Jahre im Homeoffice arbeite.

Der Workshop ist gut besucht, nach einer Einführung durch das Team von HID (Human Interface Design) aus Hamburg geht‘s los ins „Table Café“. An drei Tischen wird sich aus unterschiedlichen Perspektiven über die Herausforderungen zum Thema Homeoffice auseinandergesetzt. Aus der persönlichen Sichtweise diskutieren die Workshopteilnehmer*innen vor allem über die Verschmelzung der Grenzen von Arbeit und Privatem sowie über Überbelastung. An Tisch 2 wird über die Bedeutung von Homeoffice für die Arbeit in (Projekt-)Teams gesprochen. Hier fallen oft die Begriffe Verlust von Kreativität, Teamgeist oder erschwertes Onboarding. An der letzten Station geht es darum, die Vor- und Nachteile von Homeoffice aus Sicht von Unternehmen mit der ganzen Belegschaft zu betrachten. Mangelnde Identifikation mit dem Unternehmen gerade für jüngere Mitarbeitende sowie ein Bedeutungsverlust der Unternehmenskultur unter der Belegschaft nannten die Workshopteilnehmer*innen in diesem Zusammenhang. Zum Schluss brainstormen wir gemeinsam und überlegen Ideen für Lösungen, um Homeoffice effektiver, aber auch gesünder zu gestalten.

Im Laufe des Tages kümmere ich mich um Foto- und Video-Content auf der Bühne, im Beta-Port sowie im Foyer des Wissenschaftszentrums. Auch im bunten Pixel-Bild stöbere ich etwas herum und fange an, mich zu verewigen. Am Abend steht dann „WOMEN IN TECH“ auf meinem Tagesprogramm. Da ich selbst Teil des Melund-Programms WIDA (Women in Digital Areas) bin, ist dieses Event ein Pflichttermin für mich.

Vorher darf ich Gast-Speakerin Kenza Ait Si Abbou bereits Backstage kennenlernen und bin angetan von ihrer lockeren und authentischen Art. Pünktlich um 18:00 geht es dann los mit ihrer Keynote. Sie berichtet über ihren Werdegang und vor allem über ihren Weg in die Tech-Branche. Als Expertin im Bereich Künstliche Intelligenz zeigt sie uns Beispiele für die Homogenität in der KI-Entwicklung sowie über diskriminierende Machtstrukturen. Ihre Message, die sie kontinuierlich einem vermehrt weiblichen Publikum vermittelt, ist die, dass Frauen genauso in die Tech-Branche gehören wie Männer. Mit dem Trend zu „Low Code“, bei dem Programme auch ohne tiefe Programmierkenntnisse geschrieben werden können, werden es weniger die Hard-Skills sein, die für die Software-Entwicklung benötigt werden, sondern eher der Austausch mit Expert*innen aus unterschiedlichen Wissenschaften.

Vor allem Teammitglieder mit kulturanthrophologischem Background können einen Mehrwert bei der Softwareentwicklung darstellen. Nach einem Panel mit weiteren Frauen in Digitalberufen werden die Programme WIDA von Nicole Beckendorf und WOMEN@TECH von Johannes Ripken von der DiWiSH vorgestellt.

Ich nehme aus dieser Veranstaltung für mich mit, dass ich privat sowie beruflich viel mutiger und selbstbewusster sein kann. Mit viel Women Empowerment klingt dann der Abend vor dem WiZe mit einer extravaganten Sektbar aus. Bis morgen – ich freu mich schon auf den Tag rund um die Zukunft von Bildung und Future Skills.

Eure Liz