Waterkant – Viel mehr als 1 Festival

Wer unserer Facebookseite oder unserem YouTube-Channel folgt, stellt fest, dass sich die aktuelle Episode ‚Dig(g)i bitte was?!‘ in einem Spezial mit dem #waterkant18 beschäftigt. Und weil das Waterkant Festival es definitiv wert ist, noch näher beleuchtet zu werden, haben wir Alexander Ohrt, einem der Mitgründer*innen vom Waterkant Festival, ein paar Fragen gestellt:

Moin Alex, du wirkst geschäftig [Anm. d. Red.: Bis zum Waterkant am 14./15.06. sind es noch gut 2 Wochen]. Danke, dass du dir trotzdem Zeit nimmst!

Gerne, klar! Ja, die letzten Wochen vorm Waterkant sind, wie es sich bei derlei Event auch schwerlich anders vorstellen lässt, immer relativ stressig. Wir richten das Festival jetzt zum dritten Mal aus und da kristallisieren sich dann glücklicherweise auch bereits ein paar Routinen heraus.

Ganz neu hingegen ist das Young Waterkant. Das ist ein Extra-Tag direkt vor dem eigentlichen Eröffnungstag, der sich speziell an Schüler*innen der 9. Klassen in Schleswig-Holstein richtet. Wir möchten für diese Schüler*innen digitale Inspirationen und ein nachhaltiges Erlebnis miteinander verknüpfen. So ein Extra-Tag mit eigener Zielgruppe stellt unser Orga-Team aber natürlich auch vor ganz neue Herausforderungen. 

Im ‚Dig(g)i bitte was?! Spezial‘ erklärt uns Mausi, ganz grob zusammengefasst, dass es beim Waterkant Festival darum geht, alle möglichen Akteure aus Kiel, ganz Norddeutschland und Skandinavien zusammenzubringen. Hast du dem etwas hinzuzufügen?

Waterkant Festival

Alex Ohrt bei einer der zahlreichen Sessions des #waterkant17

Eigentlich nicht, Mausi bringt es schon sehr gut auf den Punkt. Ich persönlich bemühe manchmal die Metapher ganz gerne, das Waterkant Festival sei ein internationales Schaufenster für alle erdenklichen Innovationen im Norden. Das mag zwar etwas nach Werbejingle klingen, umschreibt es aber tatsächlich ganz gut. Ein toller Beleg hierfür ist beispielsweise die im Vorfeld des diesjährigen Waterkant Festival entstandene Partnerschaft mit euch von der Digitalen Woche Kiel. Durch diese können wir, neben vielen weiteren fruchtbaren Elementen dieser Kooperation, den Netzwerk-Aspekt unseres Festivals noch viel besser und nachhaltiger gestalten.

Wie kamt ihr vor einigen Jahren auf die Idee zum Waterkant Festival?

Wir saßen damals mit einigen Leuten in der Starter Kitchen zusammen und grübelten darauf herum, wie wir Schleswig-Holsteins Gründerszene besser vernetzen können. Gleichzeitig wollten wir das Potenzial des Landes als Technologie- und Innovationstandort national und international bekannter machen. Da ich uns alle als relativ festival-affin bezeichnen würde, war der Sprung zu diesem Eventformat dann gar nicht mehr so weit. Zumal alle Besucher des Waterkant einfach eine gute Zeit haben sollen, wie Mausi es im Video schon sehr treffend beschrieben hat. Wo geht das besser als auf einem Festival? (lacht)

Was macht das Waterkant Festival besonders?

Auch wenn wir ‚erst‘ im dritten Jahr sind, macht sich schon jetzt einiges bemerkbar: Wir leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, lokale, regionale, überregionale und internationale Startups unter- und miteinander zu vernetzen. Darüber hinaus profitieren wir von unserem gut gewachsenen Netzwerk zu Unternehmen und Organisationen in Schleswig-Holstein, Deutschland und ganz Nordeuropa. Diese Strukturen mit Startups, Kreativen und anderen Leuten, die Bock haben, zusammenzubringen, kann schon tolle Dinge bewirken.

Ebenfalls eindrucksvoll war es bisher, wie sich Schleswig-Holstein im Rahmen des Waterkant Festival auf dem Radar der internationalen Startup-Szene zeigen und positionieren konnte. Beispielsweise kamen die über 700 Teilnehmer*innen des letzten Jahres aus neun verschiedenen Ländern: Darunter Dänemark, Norwegen, Estland, Lettland, den Niederlanden und sogar Südafrika. In diesem Umfang und auf diese Art und Weise sind Unternehmer*innen, junge Innovator*innen und Investor*innen wohl noch nie in Schleswig-Holstein zusammengekommen.

Entscheidend dabei war es für uns, eine unkonventionelle und inspirierende Atmosphäre in einer denkmalgeschützten Lagerhalle auf dem MFG 5 Gelände zu erzeugen. „Als ich heute Morgen am Waterkant-Gelände ankam, fühlte ich mich in dieser schönen alten Halle ein bisschen wie in Berlin“, um Peter Jägers (Microsoft Deutschland) erste Eindrücke zu zitieren.

Wie verlief die Premiere in 2016?

Ziemlich cool! Wir konnten direkt in der ersten Ausgabe Startups aus Dänemark und Deutschland in Kiel zusammenbringen. Von den dort entstandenen Kollaborationen bestehen einige heute noch. Über 50 Startups und mehr als 300 Teilnehmer*innen haben insgesamt am #waterkant16 teilgenommen. 

Wie ging es dann 2017 weiter?

Schon ein Jahr später konnten wir erhebliche Zuwächse in Punkto Teilnehmerzahlen und beteiligten Startups und Unternehmen verzeichnet werden: 68 Startups und 35 Unternehmen aus Deutschland und Nordeuropa trafen sich 2017 in Kiel. Die genauen Teilnehmerzahlen habe ich gerad nicht aufm Schirm, sorry (lacht).

Tim Logan und Inge Schröder im Interview mit Wacken-Gründer Thomas Jensen

 

Was ist für dieses Jahr geplant?

Über 120 Speaker*innen aus aller Welt sind beim #waterkant18 mit an Bord! Die Veranstaltung wird erneut von interaktiven Workshops, inspirierenden Vorträgen und ungezwungenem Austausch direkt an der Waterkant des MFG5-Geländes leben. Neue Produkte, Ideen und Technologien stehen für alle Besucher*innen zum Ausprobieren bereit!

Der Großteil des Programms wird auf Englisch stattfinden, um unserem doch sehr internationalen Publikum gerecht zu werden. An beiden Tagen geht es uns wieder darum Berührungspunkte, Netzwerke und Kooperationen zwischen Unternehmen, Startups, Organisationen und Besucher*innen zu ermöglichen oder zu vertiefen!

Die Themen umfassen unter anderem: Womens Entrepreneurship, Gaming und eSports, New Work, Mobility, Education, Greentech, Virtual Reality, Sustainability und viele weitere.

Obendrein sorgen ausgewählte Livemusik, kulinarische Spezialitäten aus der Region und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für eine entspannte Festival-Atmosphäre. Um dabei den Blick für unsere Umwelt nicht zu verlieren, versuchen wir in der gesamten Organisation des Events so müllfrei, umweltfreundlich und nachhaltig wie möglich zu handeln.

Und wie sieht die Zukunft aus?

Hoffentlich rosig (lacht)! Langfristig wird Schleswig-Holstein auch mit Hilfe des Waterkant Festival zu einem Bindeglied zwischen Deutschland und Skandinavien sowie dem Baltikum. So zumindest unser Plan. Weiterhin sind wir sehr gespannt, wie sich die vielversprechende Kooperation mit der Digitalen Woche Kiel entwickelt: Denn hierdurch können wir unsere sowieso schon bestehenden Potenziale sicherlich noch vervielfachen. Für Kiel und für Schleswig-Holstein kann das ausschließlich Gutes bedeuten!

Noch einen letzten Aufruf an unsere Leser*innen?

Na klar! Kommt auf jeden Fall alle am 14./15.06. auf dem MFG5 Gelände in Holtenau vorbei, auch wenn ihr erstmal ‚nur‘ neugierig seid, was das Waterkant eigentlich ist. Es haben sich schon so unglaublich tolle Dinge und Entwicklungen aus diesem Festival ergeben, damit könnten wir inzwischen fast ein ganzes Buch füllen (lacht). Das einmal selbst mitzuerleben, ist sicherlich schon beeindruckend!

Alex, vielen lieben Dank für deine Zeit und die ausführliche Auskunft!