So nutzt Du KI-Agenten im Alltag - 3 Praxisbeispiele

KI-Agenten können im Alltag bereits vielfach eingesetzt werden - sei es, um E-Mails zu beantworten, Preise zu vergleichen oder Programmcode für die eigene Webseiten zu schreiben.
Fehlten früher Zeit und Know-how, sind die Hürden heute so niedrigschwellig wie noch nie. Trotzdem kann es Überwindung kosten, KI-Agenten auszuprobieren.
Wie also konkret anfangen, wenn Du noch nie KI-Agenten genutzt hast?
In diesem Artikel stellt Martin Fischbock, Dozent im Interface Design mit Prof. Frank Jacob an der Muthesius Kunsthochschule, drei praktische Beispiele vor, wie KI-Agenten im Alltag eingesetzt werden können. Dafür hat er per Bildschirmaufnahme drei konkrete Anwendungen von KI-Agenten aufgezeichnet. Die Beispiele findest Du unten auf der Seite.
Falls Du das erste Mal KI-Agenten nutzt, lies dir noch unsere nachfolgenden Tipps durch.
3 Tipps, falls Du das erste Mal KI-Agenten
Tipp 1: Überlege Dir, was du erreichen möchtest
Bevor Du ein KI-Agent nutzt, überlege Dir eine konkrete, wiederkehrende Aufgabe, die Deinen Alltag erleichtern würde. Das kann zum Beispiel sein:
- E-Mails nach Wichtigkeit sortieren
- Nachrichten zu einem bestimmten Thema zusammenfassen
- Preise für ein Produkt automatisch beobachten
- Einen Fehler in einem kleinen Skript finden und beheben
Ein klar umrissenes Problem ist der beste Startpunkt statt „einfach nur KI“ zu nutzen.
Tipp 2: Ein Tool wählen, das zu dir passt
Je nachdem, wie viel technisches Vorwissen Du mitbringst, gibt es unterschiedliche Tools, die Du nutzen kannst. Martin Fischbock empfiehlt für den Start zunächst kostenfreie, datenschutzsichere Open Weights-Modelle zu nutzen, die auf einem lokalen Server laufen. Dabei gibt es einerseits Tools, bei denen Du etwas Codekenntnisse brauchst, wie OpenCode oder vLLM. Andererseits gibt es aber auch Tools, bei denen Du keine Codekenntnisse brauchst, sondern per Drag-and-Drop arbeitest. Beispiele hierfür sind Ollama oder LMStudio.
Tipp 3: Übernimm Dich nicht
Martin Fischbock warnt Einsteiger*innen davor, zu leichtsinnig mit Projekten umzugehen – besonders, wenn doch etwas Know-how gefordert ist. Prüfe die Ergebnisse Deines KI-Agenten also regelmäßig, besonders wenn er Zugriff auf sensible Daten hat oder eigenständig Aktionen umsetzt. Ansonsten können Befehle ausgeführt werden, die schädlich Prozesse auslösen.
3 Praxisbeispiele, wie du KI-Agenten nutzen kannst
Als Programm nutzt Martin Fischbock OpenCode, eine kostenfreie Open-Source-Plattform. Das Programm kannst Du hier installieren.
Beispiel 1: Daten von einer Webseite sammeln und eine Seite erstellen
Im ersten Beispiel werden Daten von der Webseite der Muthesius Kunsthochschule gesammelt und daraus eine HTML-Seite erstellt, die eine umfangreiche Übersicht zum Studiengang Interface Design beinhaltet, etwa mit Informationen über die Aufnahmevoraussetzungen, die Inhalte des Studiengangs oder die Ausstattung.

Beispiel 2: Eine Maske für Kontakte erstellen
Im zweiten Beispiel wird eine Maske erstellt, mit der man lokal Kontakte speichern kann, samt Vorname, Nachname, Telefon, E-Mail und Unterkunft. Die Maske kann anschließend in ein Excel-Dokument übertragen werden.

Beispiel 3: Ein Video erstellen
Im dritten Beispiel wird ein Testbild mit Countdown erstellt. Anschließend wird es als 10-sekündige mp4-Datei ausgespielt.

Mehr erfahren:
In diesem Gastbeitrag von Wirtschaftsinformatikerin Prof. Dr. Doris Weßels erfährst Du mehr über die Geschichte von KI-Agenten und unserer Rolle als Menschen im agentischen Zeitalter.